Die Schuleingangsphase

Schulpflichtige Kinder kommen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die Schule: Kinder, die bereits lesen,
schreiben und rechnen können, Kinder, deren notwendige Lernvoraussetzungen fehlen oder die noch nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen und Kinder mit möglichem sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf.
Mit dem am 16.10.2013 verabschiedeten Ersten Gesetz zur Umsetzung der VN Behindertenrechtskonvention in den Schulen
(9. Schulrechtsänderungsgesetz, NRW) werden inklusive Beschulung und Erziehung als Regelfall verankert.
Alle Kinder sollen die Möglichkeit bekommen, entsprechend ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten an der ortsnahen Regelschule individuell beschult zu werden.
Ziel der Schuleingangsphase ist es, alle schulpflichtigen Kinder eines Jahrgangs in die Grundschule aufzunehmen und sie dem Grad ihrer Schulfähigkeit nach zu fördern.
Dies bedeutet, dass die Vermittlung der Lerninhalte den Lernvoraussetzungen und der Individualität der Kinder angepasst werden muss.
Eltern werden über die Inhalte und die Methodik des Unterrichts informiert, um ihre Kinder zu begleiten bzw. gezielt unterstützen zu können.
Vor der Einschulung findet an unserer Schule die Schuleingangsdiagnostik statt, die Aufschluss über die Lernvoraussetzungen und über die Stärken und Schwächen jedes Kindes gibt.
Auf der Grundlage aller verfügbaren Informationen werden Förderpläne erstellt und der Unterricht wird individuell geplant.

Der Unterricht in der Schuleingangsphase am Standort Theodor ist jahrgangsübergreifend organisiert. Am Standort Riemeke werden die Klassen jahrgangsbezogen unterrichtet.

Die Arbeit der sozialpädagogischen Fachkräfte
Sehen, Hören, räumliches Wahrnehmen, Wahrnehmung des eigenen Körper, eine gute Erfassung vom Mengen, Merkfähigkeit und Konzentration sind Grundlage des (schulischen) Lernens. Nur so kann das Kind geschickt mit Stift und Schere umgehen, Buchstaben in Linien schreiben, sich im Heft orientieren, durch Abhören eines Wortes dieses schreiben, lesen lernen, rechnen, sein eigenes Handeln planen. Für einen guten Lernerfolg und eine erfolgreiche Beteiligung am Unterricht ist darüber hinaus eine altersentsprechende Entwicklung von Sprache und Motorik und sozial-emotionaler Entwicklung notwendig.

Die sozialpädagogische Fachkraft unterstützt durch gezielte Fördermaßnahmen Kinder, die hier noch besondere Unterstützung benötigen. Dies geschieht sowohl in kleinen Gruppen oder in Einzelförderung im Differenzierungsraum als auch durch Unterstützung der Kinder innerhalb des Klassenunterrichtes.

Am Hauptstandort Riemeke steht hierfür die Sozialpädagogin mit zehn Stunden wöchentlich zur Verfügung, am Standort Theodor mit fünf Stunden wöchentlich.
Die sozialpädagogischen Fachkräfte und die Lehrkräfte des 1. Schuljahres arbeiten eng zusammen in den Bereichen, die für schulisches Lernen Voraussetzung sind:

  • bei der Ermittlung des Entwicklungsstandes und der Lernausgangslage der Schulanfänger,
  • bei der Mitwirkung bei der Durchführung von Förderdiagnostik und der Erstellung entsprechender Förderpläne,
  • bei der Unterrichtsbegleitung mit dem Ziel der Unterstützung und Stabilisierung der Kinder im Unterricht,
  • bei der Planung und Durchführung gezielter Fördermaßnahmen in innerer und äußerer Differenzierung bei Kindern, deren Fähigkeiten, Fertigkeiten oder Verhaltensweisen Entwicklungsrückstände aufweisen,
  • bei der Schaffung und Förderung von Organisationsstrukturen, die für schulisches Lernen und für eine erfolgreiche Beteiligung am Unterricht Voraussetzung sind.

Bei Bedarf wird die sozialpädagogische Fachkraft auch in die Beratung der Eltern mit einbezogen.
Die Kooperation mit außerschulischen Institutionen kann erfolgen, wenn dies zur individuellen Förderung des Kindes notwendig ist.

Die Förderungsfortschritte bzw. der weitere Förderbedarf des einzelnen Kindes werden regelmäßig in einer Teambesprechung mit den Klassenlehrerinnen und der sozialpädagogischen Fachkraft thematisiert.

Förderpläne
Die Förderpläne werden nach Auswertung der Schuleingangsdiagnostik erstellt. Kinder mit besonderem Förderbedarf erhalten einen individuellen Förderplan.