Erziehungskonzept

Zur Optimierung der Lernzeit und zum Erreichen eines friedlichen Unterrichtsklimas wurde ein schulinternes Erziehungskonzept erstellt, das durch Beschluss der Schulkonferenz fest installiert ist und mit den Kindern und Eltern kommuniziert wird. (Schriftliche Aushändigung bei der Anmeldung, Thematisierung in den Klassenpflegschaften und im Unterricht).

Grundlage
Die Regeln werden in jeder Klasse thematisiert und hängen sichtbar im Klassenzimmer. Die Erziehungskräfte der OGS werden über die Regeln informiert.
Alle Kinder kennen und verstehen die Regeln:

  • Ich bin pünktlich.
  • Ich habe alles für den Unterricht dabei. (Hausaufgaben, Material, …)
  • Ich lasse alle in Ruhe arbeiten.
  • Ich mache, was die Lehrerin oder der Lehrer mir sagt.
  • Ich gehe friedlich und freundlich mit anderen um.
  • Ich gehe sorgsam mit allen Sachen um.

Besonderheiten zu den Regeln

Im 1. Jahrgang bezieht sich die Regel zur Pünktlichkeit nur auf die Rückkehr aus den Pausen. Den Kindern wird die Wichtigkeit der Pünktlichkeit verdeutlicht, für morgendliches Zuspätkommen werden die Eltern mit einem Formblatt an die Einhaltung des pünktlichen Beginns erinnert.
Um körperliche oder verbale Übergriffe beenden zu können, muss erst die „ STOPP“ Regelung mit den Kindern erarbeitet werden:

STOPP Regelung (nach J.Berger):
Es wird zweimal deutlich Stopp artikuliert, um sich selbst zu schützen.
Situationen hierzu müssen durch Nachspielen verdeutlicht werden,
z.B. Beleidigungen, anderen zu nahe kommen, stören beim Arbeiten,
anrempeln, zu wildes spielen etc.
Dies soll vor allem in den Pausen gelten und auch in der OGS.
In der Regel sollten Erwachsene das Verhalten beobachtet haben oder
Zeugen es eindeutig benennen können.
Die Bedeutung des Petzens wird mit Zurückhaltung zu gesehen.

Grobe, unkontrollierte Gewalt wird sofort mit ROT sanktioniert.
Ebenso bei mutwilliger Zerstörung oder Verschmutzung von
Schulmobiliar, Schuleigentum und Toiletten.

Klassenampel
Es wird eine einheitliche Ampel benutzt. Im 1. Jahrgang wird die Ampel direkt nach den Herbstferien eingeführt und positives Verhalten eingeübt.

Im Unterricht wird die Ampel von allen Lehrern benutzt, auch wenn der Unterricht nicht im Klassenraum stattfindet. Die ‚Verwaltung‘ der Ampel obliegt der Klassenleitung.

Praktische Umsetzung
Bei Verstoß gegen eine Regel (nach Ermahnen) wird das Kind auf GELB gesetzt, verläuft der nächste Tag störungsfrei, geht es wieder auf GRÜN.

Ist ein Kind auf Gelb und verstößt wieder gegen eine Regel kommt es auf ROT:

Konsequenz 1:

  1. Das Kind geht für eine Stunde in eine andere Klasse.
  2. Das Kind bearbeitet das Regelarbeitsblatt (jahrgangsbezogen) oder macht eine andere Arbeit, die der jeweilige Lehrer mitgegeben hat.
  3. Die Eltern erhalten eine Rückmeldung zur Unterschrift.

Das Kind verbleibt auf ROT. Am nächsten Tag wird es nochmals auf die Bedeutsamkeit der Einhaltung von Regeln hingewiesen. Falls es wiederholt gegen eine der Regeln (Ermahnungen einbezogen) verstößt, erfolgt die 2. Konsequenz:

Konsequenz 2: Abholen durch die Eltern, der versäumte Lernstoff muss nachgeholt werden.

Das Kind benötigt einen störungsfreien Tag, um wieder auf GELB zu kommen, zwei störungsfreie Tage um über GELB wieder auf zu GRÜN zu kommen.

Beobachtungen der Lehrinnen und Lehrer zeigen, dass die konsequente Umsetzung des Ampelkonzeptes eine positive Wirkung auf ruhiges und friedliches Unterrichtsklima hat.
So sehen es auch die Kinder beider Standorte. Vor allem die Kinder beider Kinderparlamente, betonen, dass sie das Ampelkonzept sehr gut finden.